Forschung öffentlich zugänglich machen
Die Comenius-Forschungsstelle betrachtet es als eine wichtige Aufgabe, wissenschaftliche Einsichten und Diskussionsbeiträge zu Leben, Werk und Wirkung des Comenius dem entsprechenden Fachpublikum, aber auch der interessierten Öffentlichkeit überhaupt zugänglich zu machen. Langfristig sollen hier deshalb Miszellen und Arbeitsproben, aber auch Übersetzungen und Neuausgaben sowie unterschiedliche Buchvorstellungen und Rezensionen ihren Platz finden. Eine Digitalisierung von Teilbeständen der Forschungsbibliothek ist ebenfalls geplant.
Zu diesem Zwecke arbeitet die Comenius-Forschungsstelle eng mit der Deutschen Comenius-Gesellschaft (Berlin) zusammen, deren Ziel ebenfalls darin besteht, „das geistige Erbe des Johann Amos Comenius durch die Erforschung seiner Werke zu erhalten und die wissenschaftliche Auseinandersetzung damit zu fördern“ (Satzung § 2). Auch soll die internationale Vernetzung in diesem Sinne zunehmend ausgebaut werden.
Rezensionsvorschläge, Digitalisierungswünsche oder sonstige Beiträge können jederzeit eingereicht werden. Ein Kollegenkreis, der sich aus verschiedenen Fachrichtungen zusammensetzt, wird dann gerne prüfen, inwieweit die Comenius-Forschung durch sie sowohl inhaltlich als auch methodisch neue Impulse zu erhalten vermag.

Jenseits von Kommunikation und Anschauung

Die Pädagogik des Comenius im Spiegel ihrer bildlichen Darstellungen

Die Geschichte hat zwei beliebte Deutungsmuster der comenianischen Didaktik hervorgebracht, die entweder in die Richtung eines ›Anschauungsunterrichts‹ oder in diejenige einer ›kommunikativen Pädagogik‹ dachten. Die Bilder, mit denen Comenius selbst seine Auffassung von Lehre und Unterricht anschaulich zu machen versuchte, lassen sich mit diesen Deutungen allerdings nicht umstandslos zur Deckung bringen.

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